Positive Bilanz der ersten archäologischen Ausstellung in NidwaldenMehr als 1000 Personen haben die Ausstellung «Versunkene Welt. Die Pfahlbauer von Kehrsiten» in der Sust Stansstad besucht. Die Rückmeldungen zur ersten archäologischen Ausstellung in Nidwalden waren durchwegs positiv. Anhand von originalen Fundstücken und Replikaten, von Bildern sowie einem Film tauchten die Besucherinnen und Besucher in die versunkene Welt der Pfahlbauer ein und lernten gleichzeitig die archäologischen Arbeitsmethoden kennen.Als Koproduktion der Fachstelle für Archäologie Nidwalden, der Fachstelle für Unterwasserarchäologie der Stadt Zürich und der Gemeinde Stansstad war die Ausstellung von der Luzerner Kuratorin Carmen Stirnimann konzipiert worden. Sie dauerte vom 6. Dezember 2009 bis zum 17. Januar 2010. Die Ausstellung wird nun nach Zürich verlegt und ab März 2010 im baugeschichtlichen Archiv der Stadt beim Neumarkt gezeigt. Die Vernissage findet am 4. März 2010 statt. Im Jahr 2003 wurde im Vierwaldstättersee vor Kehrsiten eine steinzeitliche Pfahlbausiedlung entdeckt. Es ist der erste bekannte Siedlungsplatz am Vierwaldstättersee. Auch deshalb gilt der Fund als wissenschaftliche Sensation. 2008 wurden die im See liegenden Überreste mit Geldern des Kantons und des Schweizerischen Nationalfonds teilweise ausgegraben. Zeitgleich mit dem Ende der Ausstellung ist die Kandidatur für das UNESCO Welterbe eingereicht worden. Unter dem Titel «Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen» kandidieren sechs Alpenländer gemeinsam für das begehrte Label. Die Fundstelle in Kehrsiten ist Teil der Kandidatur. Die Pfahlbauten des Alpenraumes zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Der Entscheid über die Kandidatur soll im Sommer 2011 fallen.
Impressionen von der Ausstellung Dokument 2010-01-22_bilanz_ausstellung_pfahlbauern.pdf (pdf, 32.7 kB) Datum der Mitteilung 22. Jan. 2010
|