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Entwicklung der Ürten (Genossenschaften)

 

Der wirtschaftliche Wandel stärkte die Ürten, wie die lokalen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Nidwalden heissen. Ürten gab es bereits seit längerer Zeit, aber erst im Verlauf des landwirtschaftlichen Wandels im Spätmittelalter wuchsen sie zu Organisationen, in denen sich Dorfleben und lokale Politik abspielten.

Wichtig für die Entwicklung waren die Kirchenstrukturen mit Pfarreien und Zehntbezirken: Die Ürten entfalteten sich innerhalb dieser Grenzen und umfassten zuerst oft die selben Menschen. So sind genossenschaftliche Elemente zuerst in den Pfarreien Stans und Buochs fassbar, wo wohl auch gemeinsame Wuhrbauten am Aawasser eine Rolle spielten. Ab dem 14. Jahrhundert traten die Ürten vermehrt in Erscheinung und lösten sich von den Kirchenstrukturen. Gleichzeitig nahm ihre politische Bedeutung zu: Die Ürten entwickelten sich zu Vorläufern der heutigen Gemeinden und blieben bis ins 19. Jahrhundert neben den Pfarreien tragende Elemente der Staatsorganisation.

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