Nidwalden liegt "zwische See und heechä Bärge". Ab
Hergiswil über
Stansstad, Kehrsiten-Bürgenstock,
Ennetbürgen,
Buochs und
Beckenried misst die Uferzone am Vierwaldstättersee 40 Kilometer. Aber auch sonnige Täler und Flussläufe laden zum Verweilen und Entspannen ein. Auf herrlich angelegten
Berg- und Wanderwegen, verbunden durch zahllose grössere und kleinere Bergbahnen, kann Nidwalden am Besten entdeckt werden. Die gute Erschliessung durch die
Zentralbahn und die Nationalstrasse A2 macht Nidwalden zu einem begehrten Naherholungsgebiet für Touristen aus Nord und Süd.
Die Nationalstrasse hat aber auch viele bewogen, in Nidwalden Wohnsitz zu nehmen. Denn die hohe Wohnqualität ist trotz erheblichem Wachstum gewährleistet. Diese erfreuliche Entwicklung des Kantons wird über die
Richtplanung und die Raumplanung in vernünftige Bahnen gelenkt. Die bestehenden Nutzungskonflikte sind zugunsten eines qualitativen Wachstums im Interesse der Erhaltung eines wertvollen Lebens- und Erholungsraumes gelöst. Es gilt, diese Qualität des Lebens- und Erholungsraums als Kapital für die Zukunft zu erhalten.
Nimmt man die elf Nidwaldner Gemeinden, Hauptort ist Stans, unter die Lupe, zeigen sich überraschend markante Unterschiede in Mentalität und Sprache. Die Gemeinden haben ihre Eigenständigkeit bewahrt und sie zeigt sich auch in der Politik: Nicht selten kann es zu einem "Kampf" zwischen den Seegemeinden und den Gemeinden des Engelbergertals kommen.
Politik Im Kanton Nidwalden wird die Regierungs- und Verwaltungstätigkeit durch die überschaubaren Verhältnisse erleichtert. Auch wird in Nidwalden der direkte Kontakt zwischen Bevölkerung und Behörden intensiv gepflegt.
Im
Parlament mit 60 Sitzen haben die bürgerlichen Parteien Schweizerische Volkspartei (SVP) mit 19 Sitzen, Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) mit 18 Sitzen und FDP.Die Liberalen mit 17 Sitzen die Mehrheit. Die Grüne Nidwalden (GN) und die Sozialdemokratische Partei (SP) komplettieren mit fünf beziehungsweise einem Sitz den Landrat.
Der
Regierung gehören drei Mitglieder der FDP.Die Liberalen sowie je zwei Mitglieder der SVP und der CVP an.
Im Unterschied zur alten Bundesverfassung, in der Nidwalden als Halbkanton aufgezählt wurde, wird Nidwalden in der Bundesverfassung vom 18. April 1999 als selbständiger Kanton aufgeführt. Es gilt der Grundsatz der rechtlichen Gleichstellung der Kantone. Allerdings existieren zwei Einschränkungen zum Gleichheitsprinzip: Den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Obwalden und Nidwalden kommt bei der Vertretung im Ständerat sowie bei der Ermittlung des Ständemehrs beim obligatorischen Referendum nur das halbe Gewicht zu. Vertreten wird der Kanton Nidwalden im Ständerat von
Paul Niederberger.