Ambrosia (Problempflanze)
Die Ambrosia (deutscher Name: Aufrechtes Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia L.) ist ein einjähriges Ackerunkraut. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird bei uns als "Neophyt" bezeichnet. Im zweiten Weltkrieg konnte sie sich mit den Getreidevorräten der amerikanischen Armee in ganz Europa verbreiten. Heute ist dieses Unkraut in vielen Teilen Frankreichs, in der Poebene und in weiten Teilen Osteuropas vertreten. In der Schweiz wurde die Ambrosia zwar bereits vor 80 Jahren beschrieben, aber danach kaum beachtet. Heute breitet sich diese Pflanze nicht zuletzt wegen der Klimaerwärmung rasch aus. Die Ambrosia ist von Frankreich her in den Kanton Genf eingewandert. In der Stadt Genf kommt sie bereits in vielen Quartieren vor. Ambrosia verbreitet sich an Strassenrändern vor allem im Tessin und auf Äckern der Kantone Genf und Waadt in Richtung Deutschschweiz. Samen werden mit Bodenrückständen an Geräten und Fahrzeugen verschleppt. Mit Humustransporten von Baustellen und Kiesgruben kann die Ambrosia über weite Distanzen transportiert werden. Zwei Eigenschaften verhelfen der Ambrosia zur erfolgreichen Verbreitung: sie gedeiht auf allen Bodenarten, und sie kann sich sehr rasch vermehren; eine Pflanze bildet rund 3'000 Samen pro Jahr. Mit ihrer Wuchskraft verdängt sie wertvolle einheimische Pflanzenarten, wenn sie an einem Standort günstige Bedingungen vorfindet.
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